Handynutzungsordnung der WFS

 

I Vorwort

 

Mobile elektronische Geräte, z.B. in Form von Handys und Smartphones, erleichtern uns die Kommunikation, sie unterstützen uns bei der Informationssuche und leisten Hilfe beim Gestalten von Dokumenten, Ton- und Videoaufnahmen. Sie sind für uns als Pädagoginnen und Pädagogen Unterrichtsgegenstand, aber auch Lehrmittel, um SuS zu medienkompetenten Jugendlichen zu erziehen, die sich in einer global vernetzten Welt orientieren und passende Wissensquellen erschließen können. Mobile elektronische Geräte können eine Bereicherung für das Schulleben und den Unterricht sein. Leider bergen sie auch viele Gefahren. Damit wir unsere SuS vor Missbrauch schützen und das respektvolle Miteinander auch im Umgang mit neuen mobilen Geräten gewährleisten können, wird die Schulordnung um diese Handynutzungsordnung ergänzt.

 

 

II Regelungen

 

1. Geltungsbereich

Diese Ordnung gilt für das gesamte Schulgelände für die Zeit, in der sich die SuS auf dem Schulgelände aufhalten. Die Handynutzungsordnung umfasst nicht nur Handys, sondern auch Tablet-PCs, Smartphones und I-Pods und andere elektronische Endgeräte.

 

2. Grundsatz

Mobile Aufzeichnungs- und Kommunikationsgeräte dürfen in die Schule mitgebracht werden, um die gegenseitige Erreichbarkeit von Eltern und SuS zu gewährleisten, im Unterricht als Hilfsmittel zu dienen und zur Organisation des eigenen Alltags beizutragen. Der Betrieb und die Nutzung der genannten Geräte ist nur unter Einhaltung nachfolgender Regelungen gestattet:

 

a) im Unterricht:

Während der Unterrichtszeit muss das Handy ausgeschaltet sein. Ausnahmen müssen von der jeweiligen Lehrkraft ausdrücklich genehmigt werden. Diese Geneh-migung gilt nur für die jeweilige Stunde und die von der Lehrkraft genannten Geräte, sie wird nicht pauschal erteilt. Für die Bücherei gelten dieselben Regeln wie für die Unterrichtsräume. Vor Klassenarbeiten ist das ausgeschaltete Handy der Lehrkraft zu übergeben, um Täuschungsmanöver zu unterbinden. Zuwiderhandlung kann als Täuschungsversuch gewertet werden.

 

 b) außerhalb des Unterrichts:

Das Telefonieren mit dem Handy auf dem Schulgelände ist vor Unterrichtsbeginn und nach Unterrichtsende gestattet. Die Handynutzung ist in der Mittagspause erlaubt, sofern die SuS hierbei nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Die Bildrechte eines jeden werden hierbei geachtet. Das Anhören von Musik ist nur mit Kopfhörern gestattet. In Freistunden ist das Nutzen des Handys in den freien Räumen des Oberstufengebäudes gestattet. In der Mensa ist die Handynutzung grundsätzlich nicht gestattet.

 

 

III Sanktionen

 

1. Verstoß gegen die Handynutzungsordnung

Bei Zuwiderhandlungen gegen die unter 2. aufgeführten Grundsätze, wird als pädagogische Maßnahme das betroffene Gerät in ausgeschaltetem Zustand von der Lehrkraft eingezogen und im Sekretariat hinterlegt. Die Lehrkraft entscheidet darüber, wann das Gerät abgeholt werden kann. Die sanktionierende Lehrkraft dokumentiert den Regelverstoß im Sekretariat. Außerdem kann die Schule im Wiederholungsfalle Ordnungsmaßnahmen nach §82 Abs. 2 HSchG in Betracht ziehen. Die Lehrkräfte und Schulangestellten sind nicht zur Bedienung der eingezogenen Geräte berechtigt (Recht auf informationelle Selbstbestimmung).

 

2. Verstoß gegen geltendes Strafrecht

Besteht der begründete Verdacht, dass sich auf dem mobilen Gerät eines Schülers/einer Schülerin Daten befinden, die einen Straftatbestand erfüllen, so darf der Schüler/die Schülerin den Verdacht ausräumen, indem er/sie die Daten der aufsichtsführenden Lehrkraft offenlegt. Ist dies nicht möglich oder wird dies von dem Schüler/der Schülerin verweigert, wird das mobile Gerät der Schulleitung oder einer von der Schulleitung beauftragten Person übergeben, vor der der Nachweis erbracht wird, dass der Verdacht unbegründet ist. Die Schulleitung entscheidet über das Verhängen von Ordnungs- und pädagogischen Maßnahmen. Sollte der Verdacht bestehen bleiben, dass sich auf dem mobilen Gerät Daten befinden, die strafrechtlich von Bedeutung sind, so kommt auch eine Übergabe an die Polizei in Betracht. In der Regel wird die Polizei dann ein Strafverfahren gegen den Besitzer/die Besitzerin einleiten müssen. Strafrechtlich relevante Handlungen sind zum Beispiel:

  

· §130a StGB: Anleitung zu Straftaten

 

· §131 Abs. 1 Nr. 3 StGB: Verbot der Gewaltdarstellung und -verbreitung (speziell an Personen unter 18 Jahren)

 

· §184 StGB: Verbot der Pornographieverbreitung (speziell an Personen unter 18 Jahren)

 

· §185-§187 StGB: Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung

 

· §201 a StGB: Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen

 

· §201 StGB: Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

 

Sollten SuS erfahren, dass sich auf dem mobilen Gerät eines/r Mitschülers/Mitschülerin Inhalte befinden, die gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen, besteht die Möglichkeit dies einer Vertrauensperson (Klassenlehrer/in), Schulsozialarbeiter) zu melden und dabei als Übermittler anonym zu bleiben.

 

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